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Gesellschaftsunfähig? Dafür gibt´s doch Profis! Das Psychisch-Kranken-Gesetz und die Zwangseinweisung PDF Drucken

Jährlich werden in Deutschland etwa 200.000 Menschen zwangsweise „untergebracht“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Meistens betrifft es Minderjährige und RentnerInnen, die „auffällig“ geworden sind und – selbstverständlich nur zu ihrem eigenen Wohl – in so genannte „Heilanstalten“ weggesperrt werden. Dort sind sie der Willkür von Personal und PsychologInnen ausgesetzt. Wer einmal für psychisch krank erklärt wurde, ist in der Regel für den Rest seines oder ihres Lebens entmündigt und hat kaum Chancen, sich aus diesem Gefängnis zu befreien.

Wer profitiert davon? Warum ist diese Thematik so unbekannt? Was ist normal?

Wir wollen uns gemeinsam anschauen, warum es möglich ist, so regelmäßig und flächendeckend das Recht auf Selbstbestimmung für „Kranke“ aufzuheben und an einem realen Beispiel den Prozess dieser Entmündigung beleuchten. Der Workshop soll das Rechtssystem diesbezüglich kritisch thematisieren und Möglichkeiten aufweisen, sich vor so gravierenden Eingriffen des Staates zu schützen oder anderen zu helfen.