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Ausstellung: Frauenunterdrückung gehört nicht der Vergangenheit an! PDF Drucken
Eröffnung: 09. August 2008, 15.00 Uhr, Falkensee 

Frauen genießen heute wesentlich mehr Freiheiten als in früheren Generationen. Sie besitzen das Recht zu wählen, in Vollzeitjobs zu arbeiten, Erwerbsarbeit und die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln, die Wahl zu heiraten, sich scheiden zu lassen und Kinder zu kriegen - oder nicht (in Deutschland).

Feministinnen wie Olympe de Gouges, Rosa Luxemburg und Clara Zetkin haben hart für die Befreiung der Frau gekämpft und widmeten dieser Aufgabe ihr Leben, dies war allerdings nicht genug. Von einem Ende der Frauenunterdrückung kann noch nicht die Rede sein. Dass die Tatsache von 22% weniger Lohn jetzt erst aktuell wird, ist erschütternd, denn dies ist immerhin schon ein lange währendes Problem für berufstätige Frauen. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass dieses Thema anscheinend mehr oder minder für so lange Zeit missachtet wurde. Doch warum sind diese Lohnunterschiede so hoch?

Berufsunterbrechungen und Teilzeitbeschäftigungen wirken sich negativ auf die Lohnentwicklung aus; wer teilzeitbeschäftigt ist, gelangt selten in Führungspositionen, auf denen zudem Teilzeitarbeit in der Regel nicht möglich ist. Obgleich sich Frauen zunehmend im mittleren Management finden – in den Führungspositionen großer Betriebe, insbesondere in den gut bezahlten Positionen dort, arbeiten sie selten. Ein gering[es] (erwartetes) Erwerbseinkommen von Frauen führt wiederum dazu, dass sie ihre Berufstätigkeit unterbrechen und/oder ihre Arbeitszeit reduzieren, um sich der Familienarbeit zu widmen.

Damit sind Lohnungleichheiten nicht nur Resultat, sondern auch Verstärker ungleicher Arbeitsmarktchancen. Die meisten Chefs (egal ob männlich oder weiblich) befürchten Profitverluste durch Schwangerschaften in der Belegschaft. Mit Kürzung von sozialen Leistungen wird die Familie als Auffangbecken für Kinder, Alte und Kranke wichtiger, und Frauen werden immer stärker dazu aufgefordert, diese Fürsorge zu übernehmen. Was muss denn noch geschehen damit Frauen endlich die Anerkennung im Beruf erhalten , die sie verdienen?

Diese Art der Diskriminierung muss doch irgendwann einmal ein Ende finden - und ich denke, dies kann nur durch gezielte Zusammenarbeit aller Menschen geschehen um für die weibliche Bevölkerung und deren weibliche Nachkommen bessere Lebensverhältnisse zu schaffen. Der Weg nach nach vorne für Frauen und Männer ist der gemeinsame Kampf für den Sturz des globalen Kapitalismus und für den Aufbau einer klassenlosen und gerechten Welt ohne Frauenunterdrückung.

Vor dem Hintergrund dieser dringlichen Problematik veranstalten wir am 09. August 2008 um 15:00 eine Austellung über 22 berühmte Feministinnen am Gutspark 1, jede und jeder ist herzlich willkommen.