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Gelungene Veranstaltung mit Justizminister Volkmar Schöneburg PDF Drucken
21.02.13

                                             
              
Am gestrigen Mittwochabend fand in Potsdam-West die Veranstaltung zur Resozialisierung von Straftäter
_innen vom Ortsverband DIE LINKE. Potsdam-West und der Linksjugend ['solid] Brandenburg statt.

Tina Lange, Mitglied im Landessprecher_innenrat der Linksjugend ['solid] Brandenburg und im Ortsvorstand DIE LINKE. Potsdam-West erklärt dazu: "Wir freuen uns sehr, dass über 60 Menschen die Veranstaltung besucht haben und damit ihr großes Interesse daran äußerten. Der Raum platzte aus allen Nähten, so groß war der Andrang."

"Auch für einsitzende Straftäter_innen gelten Menschenrechte. Deswegen ist der starke Resozialiserungsansatz bei der Strafvollzugsreform des LINKEn Justizministers Schöneburg begrüßenswert. Erfolgreiche Resozialiserung ist der beste Opferschutz, weil nur sie künftigen Straftaten effektiv vorbeugt.", erklärt Tina Lange dazu weiter.

Anbei finden Sie noch einen Bericht über die Veranstaltung sowie ein Foto zur freien Verwendung.


Veranstaltungsbericht:
Nach einer Einleitung und Vorstellung durch die Moderator_innen Isabelle Vandré und Steffen Kühne lauschte das Publikum jeden Alters gespannt dem Einstiegs-Referat des Justizministers Volkmar Schöneburg, um ihn im Anschluss daran diverse Fragen zu stellen. Es wurde zum Beispiel gefragt, inwieweit eine von der LINKEn geforderte bessere Sozialpolitik die Resozialisierung von Straftäter_innen unterstützen oder besser noch kriminelle Vorfälle vermeiden könne. Es gab aber auch Fragen zur Finanzierung der Justizreform, zum Austausch zwischen den Bundesländern, zu den Unterschieden im Jugendvollzug, zum Opferschutz, zur Umsetzung der Reform und zu den weitergehenden Plänen. 
Großes Interesse galt auch der Diskussion, wie lebenswert kann, soll oder darf das Leben im "Knast" sein, wo sich der Minister klar auf die Seite der Gefangenen stellte. Es wurde diskutiert, dass das Leben im Gefängnis auch eine Strafe darstellen soll und entsprechend nicht zu angenehm sein dürfe. Schöneburg machte daraufhin deutlich, dass die Strafe der Freiheitsentzug ist und was die Folgen eines menschenunwürdigen Lebens im Gefängnis wären - dieses nämlich würde eine Resozialisierung nach einer gewissen Zeit nahezu unmöglich machen. Gerade das ist aber das Ziel: Die Menschen sollen in die Gesellschaft wiedereingegliedert werden und so eine zweite Chance erhalten. Sie sollen befähigt werden, ein Leben außerhalb der Kriminalität zu leben.
Der im Anschluss gezeigte Dokumentarfilm "Nach Wriezen" (© HFF Potsdam 2012) über die Resozialisierung dreier Jugendgefangenen (darunter der "Mörder von Potzlow") fand ebenfalls großen Anklang. Der anwesende Regisseur Daniel Abma, der Kameramann Johannes Praus und der Justizminister stellten sich anschließend auch den im Film aufgekommenen Fragen, bevor der Abend durch ein Dankeswort sowie die Aufforderung zur Hilfe bei der Suche nach einem Film-Verleih von Daniel Abma seinen gelungenden Abschluss nahm.

von Tina Lange

Foto:
- von links nach rechts: Isabelle Vandré, Johannes Praus, Daniel Abma, Steffen Kühne, Volkmar Schönburg