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Pressemitteilung: „Schließung von Bahnhaltepunkten in Brandenburg verhindern“ PDF Drucken
15.07.13

+ Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) beobachtet 60 wenig genutzte Bahnstationen in Brandenburg.

+ Eine weitere Schließung von Haltestationen schränkt die Mobilität im ländlichen Raum weiter ein und ist daher nicht hinnehmbar.



„In den letzten Jahren wurde das Brandenburger Bahnverkehrsnetz immer weiter ausgedünnt und die Mobilität der Menschen damit eingeschränkt. Man begibt sich in einen Teufelskreis: Bahnlinien und Haltepunkte werden geschlossen, Menschen werden gezwungen in dichter besiedelte Regionen zu ziehen oder, wenn sie das können, auf das Auto umzusteigen. Dadurch sinkt die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)  noch weiter, sodass am Ende das ÖPNV-Netz noch weiter eingeschränkt und immer unattraktiver wird. Nur ein gut ausgebautes, flächendeckendes ÖPNV-Netz wird von den Einwohner_innen angenommen und kann einer Entsiedelung strukturschwacher Regionen vorbeugen.“, erklärt Tina Lange, Mitglied des Landessprecher_innenrates der Linksjugend ['solid] Brandenburg.

Tina Lange erklärt dazu weiter: „Die 60 beobachteten Stationen haben täglich weniger als 50 Fahrgäste, um 12 von ihnen ist es besonders schlimm bestellt. Die Lösung kann jedoch nicht sein, diese Haltepunkte ab 2015 vom Netz zu nehmen, weil man den dort wohnenden Menschen ihre Mobilität nimmt und die ohnehin schon strukturschwachen Regionen damit noch weiter schrumpfen. Menschen, die auf dem ‚Land‘ wohnen oder dorthin ziehen wollen, tun dies nur, wenn sie trotzdem eine gute Anbindung an Infrastruktur und vor allem den ÖPNV haben. Wer Haltepunkte schließt, nimmt daher langfristig die Wüstung von Ortschaften in Kauf.  Daher spricht sich die Linksjugend [ꞌsolid] Brandenburg gegen jegliche Einschränkung der Mobilität im Land aus. Darüber hinaus muss der ÖPNV für alle bezahlbar sein – ein kostenloser ÖPNV würde der schwachen Auslastung begegnen und die Attraktivität wesentlich erhöhen.“