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Presseerklärung: Und täglich grüßt der Bildungsstreik - Für eine entschlossene Protest-Agenda 2010! (19.01.2009) PDF Drucken

Die jährliche Neujahresempfangsveranstaltung der Universität Potsdam wurde gestern vom Unmut der Studierenden effektiv gestört. Die Bildungsstreikler und Audimax-Besetzer verschafften sich Gehör, indem sie sich das Mikrofon aneigneten und so den Anwesenden Prominenten und Universitätspersonal deutlich ihre Forderungen mitteilten. Ein Feueralarm unterbrach die Veranstaltung endgültig. Parallel dazu besetzten Aktivisten des Bildungsstreiks die Räume des Universitätspräsidiums.

Linksjugend ['solid] Brandenburg solidarisiert sich ausdrücklich mit den Besetzern des Präsidiums. „Die demokratische Mitbestimmung in Hochschulen wird in Brandenburg immer weiter in Frage gestellt, in allen universitären Gremien sind Studierende unterrepräsentiert.“, stellt Thomas Popp, Sprecher der Linksjugend ['solid] Brandenburg und Student an der Universität Potsdam klar: „Die ständigen Einsparungen und Kürzungen gehen alle zu Lasten der Studierenden. Wo nur beschränkte Partizipationsmöglichkeiten bestehen und niemand zuhört, entlädt sich der berechtigte Protest ganz natürlich in Form solcher Aktionen.“

Die Besetzungen in allen größeren Städten Deutschlands und auch in Österreich in den letzten Monaten haben es geschafft vielerorts erheblichen Druck auf die Entscheidungsträger an den Hochschulen und in der Politik aufzubauen und fordern ein gerechtes, emanzipatives und demokratisches Bildungsystem ein.

„Die Konsequenz und Kontinuität der Besetzungen und der Bildungsstreiks beweist, dass der Kampfgeist der Schüler und Studierenden lange nicht gebrochen ist und diese Aktion nur der Auftakt eines protestreichen Jahres darstellt. Die, die unter dem Bildungssystem leiden haben schon begriffen, dass sich ohne den Druck aus Unis, Schulen und Ausbildungsstätten nichts ändern wird“, prognostiziert Thomas Popp weiter.